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Tansania
als eines der ärmsten Länder der Erde hat sich die Bewahrung seiner herausragenden Naturschönheiten zum Ziel gesetzt. Die Naturschutzpolitik ist wirklich vorbildhaft. Nach meiner Meinung könnten sich viele Länder der sogenannten ersten Welt von Tansania diesbezüglich eine Scheibe abschneiden. Die tansanische Naturschutzpolitik hat dafür Sorge getragen, dass Tansania auch heute noch eines der wildreichsten Länder unserer Erde ist. Die doch recht hohen Eintritts- und Übernachtungsgebühren in den Naturparks sind ein wichtiger Bestandteil dieser Naturschutzpolitik. Zum einen sorgen sie für entsprechende Einnahmen in den Parks und zum anderen verhindern sie in Tansania den weltweit aufkommenden Massentourismus mit Erfolg, der die Bewahrung dieser weitgehend unberührten Naturschauplätze mit Sicherheit gefährden würde.
Trotz dieser hohen Gebühren ist der Tourismus in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren für Tansania geworden. Die touristische Infrastruktur wird ständig
verbessert, kann aber zurzeit immer noch nicht mit der des südlichen Afrika verglichen werden.
In den Schutzgebieten stehen zahlreiche komfortable und teilweise auch luxurioese Camps und Lodges den Touristen mit größerem Geldbeutel zur Verfügung. Im Gegensatz dazu sind die
öffentlichen Zeltcamps in den Schutzgebieten immer noch auf niedrigem Niveau. Camper müssen alles was sie brauchen mitbringen (manchmal sogar das Wasser). Eben Natur pur. Obwohl die
Nationalparkgebühren mit die höchsten in ganz Afrika sind, können die Erlöse die Unterhaltungkosten der Parks leider nicht decken. Tansania braucht auch in Zukunft die Unterstützung aus dem
Ausland, um seine riesigen und einmaligen Naturschauplätze für die Nachwelt zu erhalten.
Die Bevölkerung in ganz Afrika und auch in Tansania wächst unaufhörlich und braucht immer mehr
Land, wodurch leider ein Konflikt mit den Naturparks vorprogrammiert ist. Leider nimmt die Fleisch- und Holzwilderei in den Parks in Tansania seit Jahren zu. Seit dem die kurzzeitige
Aufhebung des weltweiten Handelsverbotes von Elfenbein beschlossen wurde, ist die Elefantenwilderei auf dem afrikanischen Kontinent explosionsartig angestiegen und besonders in den Ländern,
die noch verhältnismäßig viele Elefanten besaßen. In 2009 sollen nach internationalen Schätzungen über 38.000 Elefanten in Afrika gewildert worden sein. Besonders viele Elefanten wurden in
Tansania, in Sambia und in Mocambique getötet, obwohl diese Länder gar keine Genehmigung hatten Elfenbein zu handeln. Dieses Wildereiproblem hält weiterhin an, obwohl der legale
Elfenbeinhandel schon lange wieder verboten wurde. Hauptabnehmer für Elfenbein ist China.
Zu hoffen bleibt, dass dieses nicht reiche Land seine Kriminalitäts- und Korruptionsprobleme
besser in den Griff bekommt und dass die vielen ethnischen Gruppen in Tansania weiterhin so friedvoll mit einander zusammenleben werden und die politische Stabilität in Tansania auch in der
Zukunft gewahrt bleibt.
MEINE SAFARIVORSCHLÄGE: Im Oktober starte ich eine 14-tägige Safari durch die südlichen und östlichen Parks in Tansania. Diese Parks
werden recht selten von Touristen besucht, sodass sie ihre weitgehende Unberührtheit bewahren konnten. Ziele der Tour werden das Selous Game Reserve, der Ruaha Nationalpark, der Mikumi
Nationalpark und der Udzungwa Mountains Nationalpark sein. Ende März führe ich eine 4-tägige Safari zum größten Wildschutzgebiet Afrikas dem Selous Game Reserve durch. Dort plane ich unter anderem Bootstouren auf dem großen Rufiji River.
Im April fahre ich für 14 Tage nach Nordtansania und Kenia und besuche unter anderem den weltberühmten Ngorongoro-Krater und die riesige Serengetisteppe. In den Monaten Februar/März/April werden dort hunderttausende Gnus und Zebras fast zeitgleich geboren - ein gigantisches Naturerlebnis und einmalig auf unserer Erde. Zudem besuche ich auf dieser Safari noch den Lake Manyara in Tansania und in Kenia die Masai Mara, den Lake Naivasha, den Lake Nakuru und den Amboseli Nationalpak am Mount Kilimanjaro.
Auf beiden langen Touren sind noch Plätze frei. Genauere Informationen findet ihr unter Nordtanzania-Tour und Südtansania-Tour.
Tansania ist für mich das Safariland Nummer Eins - mit unendlichen Perspektiven, aber auch Problemen.
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PRAKTISCHE REISETIPPS:
In Tansania ist das Geldwechseln unproblematisch. In der Regel geben Wechselstuben bessere Kurse als Banken. Für große neue Banknoten (ab 2004 und 50er und 100er Banknoten) erhält man
einen besseren Umtauschkurs. Kleine Dollarnoten werden manchmal auch als Zahlungsmittel anerkannt. Die Nationalparks, große Hotels und Lodges müssen in USD bezahlt werden. Seit dem 31.1.2003
werden in einigen Nationalparks (Nordtansania) auch EURO akzeptiert.
Kreditkarten werden in den teuren Hotels und Lodgen ebenfalls akzeptiert, der Umrechnungskurs ist aber schlechter
als bei Barzahlung. Zudem könnt ihr eure Kreditkarten (Visa und Master) auch an Geldautomaten nutzen, um einheimische Währung zu bekommen. Die günstigste Methode Geld nach Tansania zu
überweisen ist mit Moneybookers.
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Ein Visum ist an den Grenzübergängen und Flughäfen gegen eine Gebühr von 50 USD oder 50 EUR erhältlich. Der Reisepass muss noch 3 Monate nach Rückreisedatum Gültigkeit besitzen. Wer
aus einem Gelbfiebergebiet nach Tansania einreist, benötigt eine eingetragene Gelbfieberschutzimpfung im internationalen Impfausweis - das gilt zeitweise auch für den Besuch der zauberhaften
Insel Sansibar. Bitte vorher nachfragen, wie die aktuelle Situation ist.
Zeitweise hat Tansania Probleme mit der Wasser- und Stromversorgung, da die Regenmengen in den letzten Jahren
immer mehr zurück gegangen sind und viele Dämme nicht ausreichend viel Wasser hatten. Ihr müsst also manchmal mit Einschränkungen in der Wasser- und Stromversorgung rechnen. In den
Nachbarländern sieht es leider nicht viel besser aus.
Ich hoffe wir sehen uns mal in Tansania, wenn ihr dort euren Tansania Urlaub bzw. eure Tansania Reise verlebt - Tansania ist wirklich eine Reise wert!!
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